Von Gott berührt

Von Gott berührt

Von Gott berührt

# Sonntagsgedanken

Von Gott berührt

„Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Am Ende des Gottesdienstes wartet auch an diesem Sonntag wieder dieser Segen. Darauf kann ich mich verlassen.

Sich segnen lassen. Sich von Gott berühren lassen. Seine Kraft spüren. Seine Liebe in sich aufnehmen. Ich kann mich nicht selber segnen. Es ist auch kein Mensch, der mich segnet. Der Segen kommt von Gott. Von niemand anderen. Er ist unverfügbar. Und er birgt etwas Geheimnisvolles in sich. Es sind nicht einfach nur Worte und eine Geste. Es ist eine Berührung durch den, den ich nicht sehen und fassen kann. Dessen Kraft, dessen Wirksamkeit ich aber sehr wohl spüren kann. Im Segen erlebe ich Gott. Im Segen erlebe ich, dass ich von Gott umfangen bin, dass er für mich da ist, dass er es gut mit mir meint, dass er mich stärkt, dass er mir hilft. Er lässt mich nicht im Stich. Er begleitet mich auf meinem Weg.

Der Segen, der diesen Gedanken besonders berührend in Worte fasst, ist der Aaronitische. Dieser Segen, den Gott Mose und seinem Bruder Aron gegeben hat, damit die Priester im Volk Israel mit diesem Wort Gottes Segen spenden können. So steht es in der Bibel.

Er berührt mich immer wieder in seiner Bildhaftigkeit: Wie die Sonne dem äußeren Leben, Licht und Wärme gibt, gibt die Zuwendung Gottes für das innere, für unserer Seele Licht, Leben und Wärme.

Wenn jemand den Kopf senkt und wegschaut, will er von dem anderen nichts wissen. Gott macht hier gerade das Gegenteil: er erhebt sein Angesicht -  das hießt nichts anderes als, dass er schaut aufschaut, hinschaut. Die Welt ist ihm nicht egal, er nimmt Anteil an der Welt und an unserem Leben. Gott wendet sich zu. Er wendet sich uns zu. Er segnet uns.

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