Maintal-Hochstadt

  

Liebe Hochstädter*innen,

es war ein großer Schreck als am Morgen des 29. Juni nach einem Blitzeinschlag Flammen aus dem Kirchturm schlugen. Dank aufmerksamer Nachbarn wurde sofort die Feuerwehr alarmiert und konnte den Brand trotz widriger Bedingungen schnell unter Kontrolle bringen und löschen. Die Evangelische Kirchengemeinde bedankt sich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften für ihr beherztes und professionelles Handeln. Wir sind dankbar dafür, dass niemand zu Schaden gekommen ist und nichts zum Einsturz kam. Auch nachdem der Brand gelöscht war, konnten wir schnelle Hilfe und Unterstützung bei den Sicherungsarbeiten finden. Kugel und Wetterhahn wurden sicherheitshalber vom Turm genommen, lose Schindeln entfernt. Die Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen sind abgeschlossen, die Kirche ist wieder zugänglich. Wir sind überwältigt von den vielen Hilfsangeboten die uns erreicht haben. Die Solidarität die wir spüren, tut uns in dieser Zeit gut.

Die Evangelische Kirche ist das Wahrzeichen Hochstadts. Noch am Vorabend des Unglücks schrieb ein Gottesdienstbesucher „Der Kirchturm ist Heimat – wenn ich weg war, begrüßt mich zuerst der Turm.“ 

Dass der Turm trotz Feuer bewahrt wurde, niemand zu Schaden kam und sich so viele Menschen für diesen Kirchturm eingesetzt haben, war für uns Anlass für eine Dankandacht, die am Sonntag, den 12. Juli im Gemeindehaus gefeiert wurde. Mit dabei der Hahn, der sicherheitshalber vom Kirchturm genommen wurde.

Trotz des Unglücks hat Gottes Segen die Kirche nicht verlassen.
Gott ist (und bleibt) unsere Zuversicht und Stärke (Psalm 46,2)

Pfarrerin Annegret Zander, zurzeit in einem Studiensemester in Schottland, schreibt:

„Ein Blitz schlägt ein – und plötzlich ist die gewohnte Sicherheit erschüttert. Menschen und Häuser sind unmittelbar in Gefahr. Ich bin unendlich dankbar, dass bei den Lösch- und Sicherungsarbeiten niemand verletzt wurde und unsere Nachbarinnen und Nachbarn sowie ihre Häuser rund um die Kirche bewahrt geblieben sind.

Dass dies so ist, verdanken wir dem hochprofessionellen und beherzten Einsatz der Maintaler Feuerwehr. Ich kann aus der Ferne, von der Insel Iona, im Moment nur eines tun: Allen, die am Feuerwehreinsatz beteiligt waren, von Herzen Danke sagen.

Mein besonderer Dank gilt Michael Mankel, unserem Kirchenvorstandsvorsitzenden, und Monika Heiser, Mitarbeiterin der Kirchengemeinde und Mitglied des Kirchenvorstands. Während sich die meisten Menschen glücklicherweise schon wieder ihrem Alltag zuwenden konnten, waren sie nahezu ununterbrochen im Einsatz. Sie sorgten für Klarheit, Sicherheit und gute Kommunikation und leiten nun die vielen notwendigen Schritte ein, damit Hochstadts Wahrzeichen wieder in altem Glanz erstrahlen kann.

Es ist eine Arbeit, die kaum jemand sieht und die den beiden ebenso wie dem gesamten Kirchenvorstand viel abverlangt. Diese Aufgabe liegt bei ihnen in sehr guten Händen – besonnen und kompetent unterstützt durch meine Vertreterin Pfarrerin Ines Fetzer, sowie die hinzugezogenen Sachverständigen.

In der Iona-Gemeinschaft, in der ich derzeit für vier Wochen lebe, wird jeden Morgen und jeden Abend gemeinsam gebetet. Es sind kraftvolle Gebetszeiten, in die ich Sie alle mit hineinnehme.

Ich spüre sehr tief: Ein Kirchengebäude gibt Halt und einen verlässlichen Rahmen – doch letztlich ist es die Gemeinschaft, die trägt. Jede und jeder Einzelne spielt dabei eine gleichermaßen wichtige, unverzichtbare Rolle. Wir sind, wie es im 1. Petrusbrief 2, 5 steht - „lebendige Steine“, die gemeinsam füreinander da sind.

Deshalb bitte ich besonders diejenigen, die nicht unmittelbar an den nun anstehenden Aufgaben beteiligt sind: Unterstützen Sie unsere Ehrenamtlichen durch Ihr Gebet und durch konkrete Ermutigung. Fragen Sie nach, ob und wie Sie entlasten können.

Allen, die derzeit besonders viel Verantwortung tragen, wünsche ich, dass sie Gottes segnende und schöpferische Kraft in allem spüren, was nun zu tun ist.“

 

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