22/04/2026 0 Kommentare
Die ganz gewöhnlichen Dinge
Die ganz gewöhnlichen Dinge
# Sommerkirche 2024

Die ganz gewöhnlichen Dinge
Mit der Ausstellung "Die ganz gewöhnlichen Dinge" von Dr. Kathrin Geiger beginnt am 9. Mai die Sommerkirche 2024. Die Ausstellung wird nach dem Himmelfahrtsgottesdienst eröffnet und ist bis zum 20. Mai jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr in der Alten Kirche am Main zu sehen.
Die Künstlerin schreibt über sich und ihre Werke: „Als Augenärztin, Neuropathologin und Hirnforscherin befasse ich mich seit vielen Jahren mit den Zellen des Gehirns und ihren Netzwerken, aber auch mit der Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinneseindrücken, speziell denen der Augen, durch das Gehirn. „Gesehenes“ nimmt Gestalt an, wird der Erinnerung zugeordnet und beispielsweise als alltägliches Objekt erkannt. So benennt das Gehirn Teller, Schalen und Becher, Raumelemente, Bäume, Büsche und ganze Landschaften. Dabei entstehen auch Verflechtungen mit dem emotionalen Gedächtnis, die sich in der Einordnung der Wahrnehmung manifestieren, aber auch in Abfolgen bewusster oder unbewusster Entwicklung von Geschichten münden können. Die Wahrnehmung einer Realität wird damit zum subjektiven Ereignis.
Man kann die Erinnerung der wahrgenommenen Objekte mit ihren Abbildungen auf einer Fotografie vergleichen und wird dabei deutliche Unterschiede zur eigenen Erinnerung feststellen, die wiederum Grundlage künstlerischer Gestaltung werden können. Der künstlerische Prozess erlaubt es, die Gestalt des Objekts seinem Erinnerungsinhalt anzunähern, beispielsweise durch zeichnerische, malerische oder digitale Bearbeitung der Abbildung. Dabei entsteht eine komplexe, vielschichtige Symbiose von gestaltlicher und emotionaler Wahrnehmung, die die Gestalt des ursprünglichen Gegenstandes oft bis zur Unkenntlichkeit überlagert. Im Idealfall nähert sich die so entstandene Abbildung dem inneren Bild des Künstlers von diesem alltäglichen Gegenstand.“
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