Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

# Sonntagsgedanken Dörnigheim

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

„Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?“ - Es ist die Frage aller Fragen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Im Lukasevangelium stellt sie ein Gesetzeslehrer. Jesus stellt dem Gesetzeslehrer eine Gegenfrage: „Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?“ Du bist doch schriftkundig und kannst dir doch selbst eine Antwort auf deine Frage nach dem ewigen Leben geben. Woraufhin der Gesetzeskundige mit dem Doppelgebot der Liebe antwortet: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Das Doppelgebot der Liebe. Die Gottesliebe und die Nächstenliebe. Jesus lobt die Antwort des Schriftgelehrten und antwortet daraufhin: „Tu das, so wirst du leben.“

Ohne liebendes Handeln ist unser christlicher Glaube tot. Zum Christsein gehört immer auch das sich berühren Lassen von der Not anderer Men-schen und die daraus erwachsende tätige Liebe. Dass sich die Kirche um Menschen kümmert, die am Rande der Gesellschaft sind, um die Obdachlosen, um die, die wenig Geld haben, die sich vollkommen verschuldet haben. Dass sich die Kirche um Menschen kümmert, die in seelischer und psychischer Not sind, um Trauernde und Einsame, um Traumatisierte und psychisch Erkrankte. Dass sich die Kirche um Menschen kümmert, die aus anderen Ländern geflohen sind, aus Krieg und Armut, die sich auf den gefährlichen Weg über das Meer machen, um der Not zu entfliehen und dann bei uns stranden. Wir wären keine Kirche Jesu Christi mehr, wenn wir all diese Menschen sehenden Auges alleine lassen würden.

Das ewige Leben erwächst aus den Taten der Liebe, der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Lebenszufriedenheit, Lebensglück, die Gewissheit, dass das eigene Leben Sinn und Richtung hat, das erfahren wir, wenn wir lieben. Wenn wir uns Gott zuwenden, wenn wir uns Menschen zuwenden, wenn wir uns von ihnen berühren lassen, wenn wir ihnen zur Seite stehen und ihnen in tätiger Liebe helfen. Ewiges Leben erwächst, wenn der andere mir zum Nächsten wird.

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