Forschen und Loben

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# Sonntagsgedanken Dörnigheim

Forschen und Loben

Alles, was wir kennen, hat einen Anfang. Und wir fragen uns: Wann fing zum ersten Mal etwas an? Woher kommt die Welt? Woher kommen wir? Das sind große Fragen, mit denen wir nie fertig werden. Wir suchen immer wieder nach Antworten. Meist beginnen unsere Gedanken mit dem Blick in den Himmel. Die Forscher heute, die über die Entstehung des Weltalls nachdenken, haben unglaublich starke Teleskope, die Dinge sichtbar machen. Es gab aber auch vor mehr als 500 Jahren schon Ferngläser – Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei waren damals berühmte Astronomen. Sie betrachteten den Himmel und versuchten zu verstehen. Auch der Mensch zu biblischen Zeiten tat das, wenn auch mit bloßen Augen. Ich stelle mir einen dieser Menschen vor, wie er am Abend vor seinem Zelt sitzt und in die Nacht schaut. Der Himmel hat sich über ihm ausgebreitet und die Sterne funkeln. „Wie groß ist doch das Himmelszelt?“ denkt er „und wie zahlreich sind die Sterne. Wir können sie ebenso wenig zählen wie die Sandkörner unter meinen Füßen. Wie groß und prächtig alles ist? Wie gut alles eingerichtet ist?“ Und so schreibt er ein Loblied für Gott wie etwa Psalm 104.

Wer sich umschaut auf der Welt, kommt ist Staunen. Auch die Naturwissenschaftler tun das: Welch klaren Gesetzen folgt doch die Physik. Wie vielfältig und phantasievoll ist die Natur. Wie unglaublich komplex ist ein funktionierendes Ökosystem oder ein menschlicher Organismus. Staunen und Verstehen müssen sich nicht ausschließen. Je mehr wir verstehen, umso mehr können wir staunen. Was für ein Irrtum der Kirchen, dass sie in der Astronomie und den modernen Naturwissenschaften ihre Feinde sahen. Als würde das Wunder der Schöpfung kleiner, bloß weil wir etwas vom Sonnensystem und der Photosynthese verstehen.  Wer Himmel, Erde, Luft und Meer betrachtet, kann vieles darin erkennen und erforschen und gleichzeitig die Schöpfermacht Gottes dahinter loben.

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